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Erfahrungsberichte

Erfahrungsbericht einer Mutter

Grund für die Beratungsanfrage: Kind lässt sich nur vom Vater ins Bett bringen, bei der Mutter dauert es Stunden mit viel Weinen

Nach einer Woche Arbeit kann ich nun F. (2 Jahre) nun genauso gut ins Bett bringen wie mein Mann. Er schläft innerhalb weniger Minuten allein in seinem Bettchen ein. Heute musste ich nach dem Verlassen seines Zimmers noch nicht einmal mehr ein zweites mal hineingehen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und den Mut, den sie mir zugesprochen haben.

Erfahrungsbericht einer Mutter

Grund für die Beratungsanfrage: häufiges Schreien, Schlafen nur im Tuch und auf dem Pezziball

Wie alles Anfing

Schon im Kreißsaal hat Mara der Welt laut „Hallo da bin ich!“ gesagt… Schon da, dachte ich mir „… sie schreit so lange und laut, was ist denn los kleine Maus?“ An der Brust hat sie sich kaum beruhigen können.
Als wir uns entschieden, uns an Frau Witte (*heute Frau Gothe) zu wenden, war Mara 2 Monate alt.
Wir dachten: Na gut, kontaktieren wir noch mal jemanden…schlimmer kann es ja nicht werden!

Vor der Beratung

Wenn Mara quengelig wurde, packte ich sie ins Tragetuch und dann ging es auf den Pezziball hüpfen, bis sie schreiend einschlief.
Nach 30 – 45 Minuten Schlaf im Tragetuch auf dem Pezziball war sie wieder wach, quengelte und schrie. So ging es den ganzen Tag.
Mara liess sich auch nur in gewohnten Umgebungen stillen. Sie trank alle 1 ½ Stunden.
Wir hatten das Gefühl, dass Mara nie was verpassen wollte und ständig geguckt hat.
Natürlich haben wir von allen Seiten “gute Tipps“ bekommen, was es teilweise nicht besser gemacht hat. Auch unsere Beziehung litt darunter, weil wir uns ständig zofften. Letztendlich stand ich kurz vor einer postpartalen Depression.

1. Beratung

Frau Witte kam zu uns nach Hause, was schon mal sehr angenehm war, da Mara das Autofahren hasste! Sie sprach erstmal mit uns und es war insgesamt sehr persönlich ohne distanzlos zu sein. Es tat einfach mal gut, über unsere Situation zu sprechen und nicht wieder “einen guten Tipp“ zu bekommen sondern verstanden zu werden.

2. – 4. Beratung

Beim zweiten Termin arbeiteten wir ziemlich hart. Frau Witte zeigte uns, wie wir mit der Situation “Schreien“ umgehen können. Es waren harte zwei Stunden und zwischendurch hasste ich sie!
Aber es war eine Erfahrung, die irgendwie alles veränderte.… ich konnte mein Kind beruhigen! Es war ein wunderschönes Gefühl. Wir hüpften danach auch nicht mehr auf dem Pezziball.
Wir waren in so einem Teufelskreis, dass wir einfach vergaßen zu schauen, was unsere Tochter eigentlich wirklich braucht.
Danach trafen wir uns noch zweimal in größeren Abständen…beim letzten Termin konnten wir sogar mit dem Auto zu Frau Witte hinfahren! Mara war damals 4 1/2 Monate alt.

Nach der Beratung

Mara ist jetzt 7 Monate. Sie ist immer noch sehr aufmerksam, sensibel und Geräusche empfindlich. Aber auch sehr freundlich, herzlich und lacht ganz viel. Auch sitzt sie bereits und krabbelt.

Ich weiß nicht wie es gelaufen wäre, wenn wir keine Hilfe mehr bekommen hätten. Ich weiß nicht, ob wir immer noch auf dem Pezziball hüpfen würden damit sie schläft.

Natürlich ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen und ich komme auch noch manchmal an meine Grenzen… aber ich denke das gehört zum Mama da sein dazu. Und man lernt aus jeder Grenzerfahrung! Ich möchte auch jede Mama und alle Eltern ermutigen, auf ihre Gefühle zu hören. Denn nur ihr kennt euer Kind am besten!

Erfahrungsbericht des Vaters

Im Rückblick lässt sich mit Sicherheit sagen, dass die Beratung sowohl unsere Eltern-Kind Beziehung, als auch unsere Paar Beziehung in gewisser Weise gerettet hat.

Es war eine zutiefst deprimierende und frustrierte Situation in der wir uns befanden und wir hatten uns fast schon damit abgefunden, dass wir mindestens bis zu Maras erstem Geburtstag so, oder so ähnlich weitermachen mussten.

Am schlimmsten war, dass wir uns alleine gelassen fühlten. Leider hat uns auch niemand darauf aufmerksam gemacht, dass man sich Hilfe ins Haus holen kann. Hier wünsche ich für die Zukunft, dass Paare denen es geht wie uns, viel besser auf solche Angebote aufmerksam gemacht werden.

Mein Vorschlag ist, dass über Geburtskliniken, Kinderärzte und Hebammen entsprechende Netzwerke gegründet werden. Wir hatten Glück, dass wir über Dritte auf die Beratung aufmerksam gemacht wurden.

Wir haben Dank der Begleitung von Frau Witte die Kurve bekommen. Wir haben dadurch ein ganz anderes, viel herzlicheres Verhältnis zu unserer Tochter bekommen, das sich jetzt, wo sie sich prächtig entwickelt, doppelt auszahlt. Wir sind zu dritt richtig glücklich geworden!

Wer weiß wie die ganze Sache gelaufen wäre, wenn wir alleine hätten weiter wurschteln müssen. Wir würden möglicherweise immer noch auf dem Pezziball sitzen.

Wir bekamen oft zu hören; „Ihr werdet irgendwann mal über diese Zeit lachen“. Definitiv ist es nicht zum Lachen. Dafür war die Zeit viel zu hart und emotional.

Aber wir können jetzt zumindest zufrieden auf die Zeit zurückblicken, weil wir wissen, was wir als Paar für eine Leistung vollbracht haben. Und wir werden mit einer tollen Tochter belohnt, die immer noch sehr intensiv und zeitaufwendige Betreuung benötigt, aber jetzt durchgehend mit positiven Gefühlen von unserer Seite begleitet wird!